Vietnam

Von Silvia|24. Mai 2018|Reisen|0 Kommentare

Asien für Einsteiger

Einheimische bezeichnen den Umriss Vietnams als „Bambusstange mit zwei Reisschalen“. Und ja, Reis gibt es natürlich in Asien in Mengen, aber das ist nicht das Einzige das man dort entdecken kann.

Hinter der kalten Fassade der kriegsgeschädigten, sozialistischen Republik verbirgt sich ein wahres Mekka der Vielfalt, beeindruckende Felsenlandschaft von der Halong-Bucht bis zum Mekongdelta. Hier entfaltet sich Vietnam noch in seiner ursprünglichen Natürlichkeit. Aber jetzt kommt einfach mit!

Die Reise beginnt mit der Ankunft am Abend in Hanoi, der Hauptstadt von Vietnam. Ab jetzt geht es 22 Tage quer durch Nord-, Zentral- und Süd Vietnam.

Am Flughafen angekommen beginnt der erste Eindruck der sozialistischen Kultur. Obwohl ich ein „Visum on arrvial“ hatte, inklusive dem Einladungsschreiben, war es das reinste Chaos. Einfach durch die Zollkontrolle gehen funktionierte nicht. Stattdessen schickten einem die Beamten, mit einem extrem schlechten Englisch bis gar keinem, wieder zurück zu einem Büro. Also eigentlich einer Lucke in der Wand. Dort verschwanden dann die Pässe hinter einer Theke und keiner der Touristen wusste so wirklich was nun passierte. Nach einiger Zeit wurden dann die Leute einzeln aufgerufen, bekamen ihre Pässe gegen etwas Bares wieder und konnten sich erneut an der Ausweiskontrolle anstellen und endlich einreisen. Das war nun der erste Eindruck dem man von diesem Land bekam. Nach einem langen Flug nicht unbedingt das, was man sich von einem erholsamen Urlaub erwartet.

Zum Glück klappte aber die Abholung durch den Fahrer besser. Er war angezogen, als wäre der tiefste Winter. Bei 25 Grad am Abend trug er eine dicke Daunenjacke. Aber kein Wunder, denn in Vietnam war ja nun mal Winter. Er fuhr nach Hanoi, mitten ins Backpackerviertel in dem das reinste Gewusel herrschte. Mitten auf der Straße saßen Einheimische und Touristen gleichermaßen, aßen an kleinen Tischen die eher an Kindergartenmöbel erinnerten. Dazwischen querten immer wieder Rollerfahrer mit halsbrecherische Manöver. Ja, ich bin angekommen in der Stadt Hanoi, zweitgrößte Vietnams und Hauptstadt von Vietnam.

Am nächsten Tag ging es gleich los zu einer Stadterkundung. Man lässt sich einfach durch die Altstadt treiben und staunt über das kreative Chaos. Das Viertel der 36 Gassen. Tausend Jahre alt, ein Labyrinth aus verschachtelten Häusern und manchmal nicht breiter als eine Armspanne. In jedem Winkel Cafés, Garküchen und Geschäfte, randvoll mit Fälschungen. Asien zeigt sich immer wieder ruhelos, mit einem Wirrwarr aus Strom- und Lampenkabeln die wild in der Stadt rumhängen und vielen Menschen. Durch das Gewusel quetschen sich ohne Unterlass Mopeds, Autos und Rikschas. Es ist immer wieder ein Wunder und faszinierend zu sehen, wie dieses Chaos ohne große Probleme funktioniert. Und man denkt das ein oder andere mal an Deutschland, wie wir so das manche eine mal bei einer ausgefallenen Ampel in einem Chaos versinken, wo hier eine Ampel ein Glückstreffer ist. Wobei es den Anschein macht, das Straßenschilder, Ampeln und Verkehrsregeln als reiner Vorschlag für die Verkehrsteilnehmer zu verstehen ist. Bei der Überquerung einer Straße ist es ratsam sich einfach an einen Einheimischen anzuheften und so einigermaßen sicher rüberzukommen.

Vietnam Frau am Fluß

 

[ Hanoi ]

[ Halong Bucht ]

Die Halong Bucht ist eines der UNESCO Weltkulturerbe. Wer hat nicht gleich diese Bilder von den Felsen im Wasser und den Schiffen im Kopf, die aussehen wie Schmetterlinge. Nun ging es für zwei Tage auf´s Schiff. Auch wenn es von Hanoi aus nicht viele Kilometer sind, dauerte die Anreise mit dem Auto länger als die selbe Strecke in Deutschland. Es gibt keine ausgebauten Autobahnen und die maximale Geschwindigkeit in Vietnam außerhalb von Ortschaften beträgt max. 80 km/h. In Anbetracht der wirren Fahrweise wohl auch gut so. Umso näher das Ziel kam, umso höher wurde die Frequenz derjenigen Autos, die die Touristen zum Hafen kutschierten. Wer jetzt nun an romantische Zweisamkeiten in malerischer Kulisse denkt, verliert diesen Gedanken bei der Anzahl der Touristen schnell. Durch die verträumte historische Kulisse und einen idyllischen Badestrand ist es der Stadt in den letzten Jahren gelungen, sich einen besonderen Platz im Herz vieler Urlauber zu sichern.

Der erste Tag an Board beginnt schon sehr früh morgens. Raus aus der Koje, in ein paar bequeme Klamotten und ab an Deck. Ich wollte den Sonnenaufgang auf dem Wasser inmitten der Felsen erleben.

Es ist noch dunkel als ich  oben stehe und meine Kamera und das Stativ für den Sonnenaufgang vorbereite. Nach und nach spitzt die Sonne am Horizont hervor und fängt an den Himmel zu verfärben, um dann aus dem dunklen und schwarzen Felsen langsam die Struktur frei zu geben.

Mittlerweile hat es den ein oder anderen dann doch aus seinem kuscheligen Bett an Deck geholt. Für mich wird es aber jetzt Zeit um beim Tai Chi mitzumachen und was soll ich sagen. Es sieht viel leichter aus als es ist. Probiert es selbst mal aus.

[ Hội An ]

Ich liebe es über die einheimischen Märkte zu flanieren. Nirgendswo kann man die Einheimischen so treffen und den Alltag der Menschen und das Land mitbekommen, wie auf einem lokalen Markt. Dazu kommen noch die außergewöhnlichen Düfte von Gewürzen, Obst, Gemüse und all den lokalen Lebensmitteln. Ein Stimmengewirr legt sich durch die Gänge des Marktes, feilschen, bezahlen und staunen. Meine Blicke & Sinne versuchen alles aufzunehmen.

Immer wieder liegt für ein kleines Mittagsnickerchen hier und da eine Verkäuferin zwischen Karotten und der Drachenfrucht, während nebenan fleißig eine Knoblauch Knolle in Zehen geteilt wird um sie anschließend einzeln zu verkaufen.

Eins haben die Märkte alle gemein, jeder versucht seine Ware bestmöglich zu präsentieren und an die Leute zu bringen. Dafür wird viel getan: da werden die Früchte und das Gemüse mit Wasser bewässert, damit sie saftiger, frischer und farbenprächtiger aussehen, die Schönsten in der ersten Reihe drapiert, wahre Kunstwerke werden aufgetürmt.

Hoi An ist besonders bei Einbruch der Dunkelheit ganz bezaubernd. Reihe für Reihe leuchten die bunten Lampions in den engen Gassen der Altstadt und man staunt bei seinem Sparziergang über die farbenprächtigen Varianten. An jeder Ecke gibt es unzählige Dinge zu bestaunen, Straßenkünstler, kleine und große Verkaufsstände und der Nachtmarkt.

Tagsüber lässt man sich einfach durch die Stadt treiben und zieht durch die Gassen entlang des Flusses Thu Bon auf denen bunte Boote treiben. Und einige der Bootsführer versuchen einem eine kleine Bootstour aufzuschwatzen.

Natürlich lohnt sich eine kleine Tour durch den Markt. Ein unglaublich buntes Treiben und lautes Durcheinander, Mofas und Fahrradfahrer mittendrin. Direkt am Fluss gelegen – werden Fisch und Meeresfrüchte aller Art verkauft. Frischer geht es nicht. Im inneren der Markthalle empfängt einem der Duft von exotischen Gerüchen. Von Fertiggerichten, Tee und Kaffee, getrocknetem Fisch, Fleisch und vielerlei anderer Dinge gibt es zu bestaunen, zu probieren und zu kaufen. Auf meinen Reisen lasse ich es mir nicht nehmen einen Shoppingtag einzulegen und einige Gewürze für zuhause zu kaufen.

Hoi An ist nicht sehr groß aber dennoch von vielen Touristen frequentiert.

Irgendwann hatte ich darauf keine Lust mehr. Ich hatte die Stadt bei Tag, bei Nacht und bei einem Kochkurs kennengelernt. Ich wollte raus, weg vom Tourismus, das Land erleben, die Leute besser verstehen und Vietnam in seiner Ursprünglichkeit kennenlernen. Ich beschloss mir ein Fahrrad zu mieten und einfach darauf los zu radeln. Gesagt getan. Die nette Dame gegenüber vom Hotel hat nicht nur Lebensmittel des täglichen Bedarfs verkauft, sondern auch einen Fahrradverleih. Für den ganzen Tag kostete mich das Fahrrad in etwa 1,- EUR. In Anbetracht der nicht funktionierenden Bremsen ein angemessener Preis ;-). Bei diesem Straßenverkehr ist eine Bremse sowieso überbewertet, das wichtigste war das Körbchen, denn dort konnte ich meine Kamera transportieren, mit den entsprechenden Sicherheitsanweisungen der netten Dame die es mir geliehen hatte. Und dann lies ich mich einfach treiben. Die Hauptstraße hinunter, einfach die Stadt links liegen lassen und rechts die Straße hinein. Einfach in die Weite schweifen oder besser, radeln. Es gab kein Ziel, einfach weg von der Stadt und von den Leuten, in die Natur zurück zum Ursprung. Und ich fand ihn, die Natürlichkeit des Landes. Über Reisfelder hinweg in denen die Wasserbüffel Gras fraßen, Kinder die mit einfachen Dingen spielten und interessante Leute die einfach nur lächelten wenn man sie grüßte. Ja, das ist Urlaub, so möchte ich das Land entdecken.

[ Đà Lạt & Umgebung ]

Die Stadt des ewigen Frühlings – wie Da Lat auch genannt wird.
Das Klima im zentralen Bergland ist mild und lockt Einheimische, sowie auswärtige Touristen an, denn die Umgebung mit ihren Seen, Wäldern und Wasserfällen hat seinen ganz eigenen Reiz.

Am besten erkundet man die Umgebung mit einem Local Guide und klassisch auf dem Motorrad. Gesagt, getan.

Ich bin verliebt! Und zwar in den vietnamesischen Kaffee! Kein Wunder, denn das Kaffeetrinken ist so etwas wie das nationale Hobby vieler Vietnamesen, ob kalt oder warm, er ist eine wahre Geschmacksexplosion auf dem Gaumen für Kaffeeliebhaber.

*Dieser Artikel enthält Affiliate Links

Kaffee wird in Vietnam in einer ausgezeichneten Qualität angebaut. Die Böden hierfür sind fruchtbar und es herrscht ein ideales Klima um die exzellenten Arabica- und Robustabohnen hervorbringen.

Außergewöhnlich ist der Wieselkaffee, eine Kaffeebohnen die vom Wiesel gefressen wird. Nachdem das Tier die Kaffeebohnen wieder ausgeschieden hat wird diese getrocknet und die Bohnen zu Kaffeepulver verarbeitet. Einer der teuersten Kaffees der Welt und ich habe ihn probiert. Ich muss jedoch gestehen, das mir die anderen Sorten weitaus besser geschmeckt haben. Vielleicht ist es einfach nur die Exklusivität und der Aufwand der Herstellung, die diesen Kaffee so interessant & teuer macht.

Der vietnamesische Kaffee hat ein starkes Aroma der von den Einheimischen mit reichlich gezuckerter Kondensmilch getrunken wird. Mich erinnert der Geschmack und der Durft an zarte Schokolade. Hmmmm!

Wer den Kaffee genießen will braucht etwas Zeit, denn bei der Zubereitung folgt man einem Ritual. Ich glaube ja, dass ist auch das Geheimnis.

Geriebener Kaffee wird in einem speziellen Metallfilter gegeben, der normalerweise auf einer Schale mit reichlich gezuckerter Kondensmilch drauf gestellt wird. Der Filter, ebenfalls aus Metall, wird erst mit einem kleinen Schluss heißem Wasser gefüllt und kurze Zeit später mit dem restlichen Wasser aufgegossen. Anschließend wird der Metalldeckel oben drauf gelegt und langsam tropft der Kaffee nach und nach ins Glas.

Der Cafe „sua da“ wird meistens mit einem großen Glas Eiswürfeln als Eiskaffee getrunken und er ist ein Traum. Aber vorsichtig, nichts für schwache Nerven, denn dieser Kaffee ist wesentlich stärker als wir es von unserem gewohnt sind.

Aber eins war klar, in mein Gepäck musste zum einem die Utensilien zur Zubereitung – bestehend aus einem Cup, Metallfilter, Deckel und Presse und natürlich der Original Kaffee. Für mich ist es bislang der beste Kaffee den ich bis jetzt getrunken habe. Eine toller eigener Kaffeegeschmack mit einer Schokoladennote *yummie*. Und wer jetzt selber Lust hat es auszuprobieren, in vielen Asialäden bekommt man sowohl den Kaffee wie auch den Metallfilter. Alternativ kann man alles auch bequem bei Amazon bestellen: Edelstahlkaffeefilter und Original vietnamesischer Kaffee.

Vietnam Kaffeebohnen Plantage

Auf der Motorradtour durch Dalat ging es neben den kleinen Dörfern mit den Ureinwohnern und den Kaffeeplantagen, in die Gewächshäuser und der Seidenfabrik.

Hier werden die Raupen gezüchtet und zur Seide verarbeitet. Die Frauen stehen hier bei heißen Temperaturen in der Fabrik und kochen und verarbeiten diese unter größter Anstrengung aus. Die Verarbeitung und das Produkt selbst sind nicht unbedingt etwas für Vegetarier, Veganer und tierliebe Menschen.

Frauen in Vietnam in der SeidenfabrikFrau in Vietnam in der SeidenfabrikLochkarten in der Seidenfabrik von Vietnam

Etwas altertümlich aber dennoch voll funktionstüchtig sind die Lochkarten mit denen man das Muster im Seidenstoff bestimmt.

Vietnam ist nicht bekannt für den Buddhismus & Tempel, wie es vielleicht Thailand ist.… aber man kann sie finden. So machte ich in Vietnam einen Motorradausflug zu einigen Punkten rund um die Stadt Đà Lạt. Auf dem Programm stand auch eine große und wunderschöne buddhistische Tempelanlage.

Barfuß lief ich um einen dieser Tempel und schaute in jedes Fenster. Als ich fast wieder vorne am Eingang ankam, warf ich noch einmal einen Blick ins Innere. Es war sehr dunkel, es klimmten ein paar Räucherstäbchen & Kerzen. Als ich dann den Mönch bemerkte, schauten wir uns an und ich lächelte & grüßte ihn. Er fragte mich, ob ich vom Tempelinneren ein Foto machen möchte und ich überlegte kurz und fragte zurück, ob ich eins von ihm machte dürfte. Er nickte, zog sich sein Ordensgewand zurecht und trat ein paar Schritte ans Fenster. Der Lichteinfall war perfekt.

Ich war glücklich & nervös zugleich, betätigte den Auslöser meiner Kamera und machte genau nur ein Bild – und zwar dieses:

[ Mũi Né ]

Wer an Asien denkt, dem kommt nicht gleich die Wüste in den Sinn, aber dennoch ist sie in Phan Thiet, Vietnam, rund um Mui Ne zu finden. Die sogenannten Wander Dünen.
Die immer wandelnden Dünen sind ein Naturschauspiel, das vom Wind geformt und zugleich verworfen werden. Wer den Sonnenaufgang erleben möchte, muss früh aus den Federn. So ging es mitten in der Nacht mit einem knatternden Jeep aus der Vietnam Kriegszeit in Richtung der roten Sand Dünen.

Ein paar Kilometer später stoppte der Fahrer bei einigen anderen Jeeps. Er diskutierte mit den anderen Fahrern wild gestikulierend. Danach kam er zurück, stieg ins Auto und fuhr wieder ein Stück zurück. Der Guide drehte sich zu mir um und erklärte, dass die Fahrzeuge für den Transport von Touristen eigentlich nicht erlaubt sind und das auf dem Weg zu den roten Sand Dünen eine Polizeikontrolle stattfindet. Und für dieses Vergehen stehen schnell ein paar Vietnamesische Dongs auf dem Zettel.

Also änderten wir kurzerhand die Zielrichtung und es ging zuerst zu den weißen Sand Dünen.
Wer meint, er wäre dort alleine und hat auf dem Weg noch nicht festgestellt, das die anderen in den Jeeps, den selben Weg haben, der stellt spätestens jetzt fest, dass auch andere diese Idee hatten.

Bevor man jedoch seinen Weg durch den Sand stampfend antreten kann, muss man erst an ein paar geschäftstüchtigen Einheimischen vorbei, die einem Getränke sowie ein Plastikteil anbieten, das sich angeblich zum runterrutschen der Dünen eignen soll. Eigentlich mach ich ja jeden Spaß mit, bin jedoch realistisch, da in meinem Reiseführer diese Art des Touristennaps mit den Worten beschrieben wurde: „…sie rutschen die Sand Dünen mit diesem Teil nur dann runter, wenn sie leichter als ein Super Model sind…“ Also setzte ich meinen Weg zu Fuß fort, suchte mir ein ruhiges Plätzchen um dort den Sonnenaufgang zu genießen. Als die Sonne dann hoch am Himmel stand und es immer heißer und heißer wurde, fühlte es sich schon so an, als wäre man in der Wüste von Dubai. Aber ich war fasziniert von den dem, was das Licht zum Vorschein brachte, immer wieder neue Formen, unberührtes Sandspiel, das durch den Wind geformt wurde.

Wanderdünen in Vietnam Mũi Né Vietnams Wanderdünen in Mui Ne Wanderdünen in Mũi Né, Vietnam

Neben Mui Ne, das in seinem neuen Teil mit den vielen Strand Resorts sehr touristisch wirkt, liegt ein kleines Fischerdorf. Mit dem Taxi ging es 30 Minuten dort hin. Hier läuft man keinem Touristen über den Weg, die liegen wohl alle an ihrem Strand Abschnitt. Umso mehr freuten sich die Einheimischen über den westlichen Besuch und fragten aktiv nach Fotos. So entstand auch dieses Foto der Frau, die an ihrem Marktstand Kleidung verkaufte. Als ich ihr das Foto zeigte, lächte sie und streichelte mir über den Arm.

So streifte ich in durch die Gassen des kleinen Fischerörtchens.
Immer wieder begegneten mir nette Bewohner die mir zuwinkten, lächelten, mir Tee & Essen anboten und um ein Foto baten.

Viele waren in ihren Häusern, denn es war Mittagszeit und die Sonne knallte vom Himmel. Da hilft nur eins, sich zu Hause auf den kühlen Boden legen, den Ventilator auf höchste Stufe stellen und etwas dösen bevor der Abend einbricht.

Vietnam

[ Mekongdelta ]

Im Südwesten von Vietnam befindet sich das Mekongdelta. Hier zeigt sich eine faszinierende und zugleich andere Welt.

Wer glaubt als Erwachsener schon noch an Geister? Hier tut man es und die Erklärung ist einfach wie schauderhaft. Denn während der Kriegszeit verschwanden viele Menschen spurlos und man vermutet das die leblosen Körper vom Fluss der sich durch das Mekongdelta zieht, einfach davontrug. Deswegen glauben die Bewohner im Mekongdelta, das die Toten Nacht für Nacht als Geister wieder zu ihrer Familie zurückkehren.

Diese und andere Geschichten bekommt man hier direkt von den Einheimischen erzählt. Denn obwohl Vietnam für Touristen gut zu bereisen ist, kann man in den kleinen Örtchen die in den verzweigten Flusskanälen befinden, sich unter die Bewohner mischen. Im Mekongdelta erlebt man noch das ruhige und ländliche Vietnam und die Menschen hier sind gelassener und offener als in den größeren Städten des Landes. Einige der Dörfer sind noch immer nur per Boot erreichbar und damit für den ein oder anderen Touristen nicht erschloßen.

Wie in ganz Vietnam ist die Verständigung zwar schwierig, denn die Menschen sprechen meist kein Wort Englisch, dafür umso herzlicher und man erfährt überall eine Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit der Vietnamesen.

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Zu guterletzt habe ich natürlich noch ein paar Büchertipps für Euch:

Das erste Buch ist der aktuellste Reiseführer von Lonely Planet (Lonely Planet Reiseführer Vietnam, Deutsch)*  Ich finde mit diesem Reiseführer lässt sich immer für jeden Bereich und Preisklasse das richtige finden.

Andere Länder, andere Sitten. Mit dem zweiten Buch (Fettnäpfchenführer Vietnam: Wo der Büffel zwischen den Zeilen grast)* findet ihr euch schnell mit den anderen Sitten und Bräuchen zurecht. Manchmal ist es doch oft sinnvoll Dinge zu wissen warum sie anders

Auf eine kulinarische Reise geht es mit der letzten Buchempfehlung*. Denn neben der Pho (Reisnudelsuppe) gibt es noch so viele Leckeren zu entdecken – 120 davon in diesem Buch*.

 

 

 

 

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